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Erneut drastische
Erhöhung der Gaspreise zur Heizsaison
Im
August und September 2011 planen 90 Gas-Grundversorger,
ihre Gaspreise um bis zu 29 Prozent (380 Euro) zu
erhöhen. Im Schnitt liegt die Erhöhung bei elf Prozent.
Ein Vier-Personen-Haushalt (Verbrauch 20.000 kWh) muss
deshalb im Jahr durchschnittlich 144 Euro mehr bezahlen.
Im
August und September sind insgesamt 2,5 Millionen
Haushalte mit Gasversorgung von den Preissteigerungen
betroffen. Unter den Erhöhern ist die E.ON Avacon, die
ihre Preise im Grundversorgungstarif um rund neun
Prozent (114 Euro bei 20.000 kWh) anhebt. Auch Gas von
der EWE Energie AG wird circa 13 Prozent teurer (168
Euro bei 20.000 kWh).
Damit ist der durchschnittliche Preis für Gas in
Deutschland von Juni 2010 bis Juli 2011 um 4,6 Prozent
gestiegen ist. Die Preise der Grundversorger wurden im
Schnitt um 4,6 Prozent, die günstigsten Alternativtarife
im Durchschnitt um 4,6 Prozent teurer. Um 4,4 Prozent
mehr verlangen die jeweils zehn günstigsten
Alternativversorger pro Netzgebiet.
Seit Juni 2010 sind in Berlin die Gaspreise um 13,8
Prozent, in Bremen um zwölf Prozent und im Saarland um
acht Prozent. Nur in Hamburg blieben die Preise in den
vergangenen dreizehn Monaten konstant. In Thüringen (-2
Prozent) und Sachsen (-0,04 Prozent) konnten sich Kunden
über Preisnachlässe freuen. Allerdings ist Gas in
Thüringen trotz der Senkung mit durchschnittlich 1.545
Euro für 20.000 kWh am teuersten, gefolgt von Sachsen
(1.500 Euro) und dem Saarland (1.483 Euro). In
Schleswig-Holstein bezahlen Kunden für 20.000 kWh Gas
1.277 Euro und damit 17,3 Prozent weniger als in
Thüringen. |